Future of Leadership Podcast

Mit paradoxer Führung neue Wege
in und nach der Krise gehen

In der zwanzigsten Episode des FLI Podcasts geht es um Paradoxe Führung als Lösung beruflicher Spannungsfelder. Dafür zu Gast bei Sebastian Morgner ist Dr. Jennifer Sparr, Forscherin in der Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich zu Paradoxer Führung.

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Vielen Menschen kam der Corona-Lockdown als eine paradoxe Zeit vor, eine Zeit die dem allgemein Erwarteten auf unerwartete Weise zuwiderläuft. Soziale Distanz war plötzlich kein negativ besetzter Begriff mehr, sondern wurde erwartet. Doch auch vor Corona waren Spannungsfelder wie Angebot vs. Nachfrage, Kontakt vs. Homeoffice oder kurzfristiger Profit vs. Nachhaltigkeit ständig präsent. Diese widersprechen sich zwar auf kurzer Sicht, verfolgen dennoch langfristig dieselben übergeordneten Interessen.

Hier betont Frau Dr. Sparr, dass solche sogenannten Paradoxien in der stets komplexeren, sich schneller verändernden Arbeitswelt immer häufiger auftreten. Deshalb müsse die Führung der Zukunft sich mehr in Richtung paradoxe Führung orientieren. Diese vereint die zwei kurzfristig gegensätzlichen Ziele nicht indem Kompromisse gefunden werden, sondern indem beide Ziele erreicht werden.

Die Forscherin führt dazu das Paradoxon rigide Zusammenarbeit im Homeoffice vs. Arbeit ohne Kontrolle im Homeoffice auf. Dafür wäre eine Lösung nach paradoxer Führung, dass die Führungsperson gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele entsprechend der veränderten Situation findet, welche dann jedoch auch eingehalten werden und kontrolliert werden können.

Anschließend betont Sie die Wichtigkeit paradoxe Ziele ständig neu zu beantworten, weil diese sich je nach Gegebenheit neu definieren. Oft sei es dabei nötig Lösungen zu erfinden und nicht schlichtweg zu finden. Hierbei seien Kommunikation und klare Ziele unerlässlich für gemeinsames Verständnis und Feedback.

Insgesamt hat Frau Dr. Sparr also die Vision einer paradoxen Führungspraxis der Zukunft. Dies bedeutet, dass die paradoxe Haltung gelebt wird, also nicht das Entweder-oder gewinnt, sondern man sich öfter für mehrere sich zunächst gegensätzliche Ziele entscheidet, kreativ wird und neue Lösungsmöglichkeiten schafft.

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